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Wer hat den Eignungstest Berufswahl entwickelt?
Die Idee für den Eignungstest Berufswahl hatten die Diplom-Psychologen Gerhard Bruns, Britta Grebe und Michael Kratzmair. Nach wissenschaftlicher Arbeit am Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie hatten sie sich mit eigenen Forschungsprojekten selbstständig gemacht und das geva-institut gegründet. Ihre Tests und Umfragen zu beruflichen Schlüsselqualifikationen wurden in vielen Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht und machten das Thema einer breiten Zielgruppe zugänglich. Mit dem Berufsinteressen-Test hatten sie ein erstes umfassendes Orientierungsverfahren für Jugendliche entwickelt. Der Eignungstest Berufswahl mit seinem zusätzlichen Leistungsteil war von Anfang an vor allem als Schulprojekt gedacht.
Psychologen, Lehrer und Schüler 
In vielen Gesprächen mit Lehrern und Jugendlichen ermittelten die Psychologen, wie ein umfassender Berufstest beschaffen sein sollte. "Das Interesse war riesengroß", erinnert sich Michael Kratzmair. "Ein ähnlich fundiertes Verfahren war auf dem freien Markt nicht erhältlich." Aus den Anregungen vieler engagierter Lehrer heraus entstand im Jahr 2000 auch das Praxishandbuch Berufsorientierung, das geva-Mitarbeiter Carsten Kurreik herausgab. Es enthält Unterrichtseinheiten, Programme und Ideen für den berufsvorbereitenden Unterricht.
Tüftler und Techniker 
Weiterentwickelt wurde das Verfahren unter anderem von Matthias Heinz-Leisenheimer, der sieben Jahre als Diplom-Psychologe beim geva-institut arbeitete. Er optimierte das Auswertungsprogramm, das jedem Teilnehmer Berufe empfiehlt, die zu ihm passen und gleichzeitig ein breites Spektrum an Entwicklungsmöglichkeiten abdecken. "Mich reizen Themen, die komplex sind, aber auch einen starken Praxisbezug haben", erklärt er. "Und mit einem Berufswahl-Test trägt man eine hohe gesellschaftliche Verantwortung: Jeder Schulabgänger soll den bestmöglichen Start in den Beruf haben. Dafür zu arbeiten hat mir großen Spaß gemacht."
Know-how und Kundenkontakt 
Weiterentwickelt wurde der Test von den Psychologinnen Veneta Gantcheva-Jenn und Klara Kögerler, letztere übrigens gleichzeitig Mathematikerin. Erfahrung mit Schülertests sammelten sie schon durch ihr erstes Projekt beim geva-institut: Sie entwickelten die neueste Variante des EBW, den Berufstest für Hauptschüler. "Der Kontakt zu Lehrern, Schülern und Eltern macht mir Spaß", erklärt Klara Kögerler. "Es ist eine große Herausforderung, die vielen Fragen und Sorgen der Jugendlichen in einem wirklich aussagekräftigen Gutachten zu berücksichtigen."
Dank der starken Nachfrage nach dem Test kümmert sich heute ein ganzes Team um die organisatorische Abwicklung an den Schulen: Natascha Bauer und Sabine Bieber halten den Kontakt zu Lehrern und Sponsoren, den Versand übernimmt die Produktionsabteilung des geva-instituts.
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27.08.2010