Berufsorientierung: Ein neuer Weg zu Fördermitteln für Schulen

Sie wissen, wie wichtig Berufsorientierung ist und haben diesbezüglich bereits Projekte an Ihrer Schule durchgeführt?
Dann wissen Sie auch, wieviel Zeit und Nerven die Beschaffung der nötigen finanziellen Mittel in Anspruch nimmt. Das geht auch anders! Gehen Sie auf einen Bildungsträger in Ihrer Region zu und werden als Schule Teilnehmer des bundesweiten Berufsorientierungsprogramms, kurz „BOP“ genannt. So sind Sie unabhängig von Sponsoren, Förderkreisen und anderen Geldgebern. Der Bildungsträger aus Ihrer Region führt das Programm mit Ihnen zusammen an Ihrer Schule durch. Die Finanzierung erfolgt aus Fördermitteln des Bundes und wird vom Bildungsträger beantragt.
Sie können sich damit auf den eigentlichen Sinn der Berufsorientierung konzentrieren: Ihre Schülerinnen und Schüler an das wichtige Thema der Berufswahl heranzuführen.
 
 
 
 
 
 
Vielleicht ist es Ihnen bereits ein Begriff: Das Berufsorientierungsprogramm des BMBF, kurz „BOP“ genannt, wird seit 2008 bundesweit durchgeführt, angepasst an die landesspezifischen Gegebenheiten der einzelnen Bundesländer. Ziel des Programms ist es, die Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Jahrgangsstufe langsam an das Thema Berufswahl heranzuführen. Durch die Programmbestandteile  Potenzialanalyse und Werkstatttage soll den Jugendlichen ein möglichst „anfassbarer“ Einstieg in die Auseinandersetzung mit den individuellen Interessen und Zielen ermöglicht werden. Die Finanzierung erfolgt über das BMBF.
Grund genug also, sich einmal mit dem Thema BOP auseinanderzusetzen. Wie wird ein BOP-Projekt umgesetzt und was genau bedeutet das für Schulen?

Planung und Durchführung

Die Durchführung des BOP erfolgt über einen Bildungsträger in der Region. Welcher das ist, kann die Schule frei entscheiden. Durch unsere langjährige Zusammenarbeit mit vielen Bildungseinrichtungen im Rahmen des BOP können wir Sie bei der Suche unterstützen. Kommen Sie gerne auf uns zu!

Obwohl die Durchführung in den Händen des Trägers liegt, spielen Lehrerinnen und Lehrer eine entscheidende Rolle für ein gelungenes BOP. Sie sind in enger Abstimmung an allen Programmbestandteilen beteiligt. Umso wichtiger also, dass die Chemie zwischen Schule und Bildungsträger auch wirklich stimmt.

Haben Sie den passenden Träger gefunden, kann die Arbeit an der Planung des BOP beginnen. Das BMBF unterteilt den Programmablauf in mehrere Phasen:
 
Die Anbahnung beginnt bereits ein bis eineinhalb Jahre vor dem Durchführungs-Beginn. Schule und Träger stimmen sich hinsichtlich der Einbettung des BOP in das schulische Berufsorientierungskonzept ab.

Da das BOP aus Mitteln des Bundes finanziert wird, entstehen für die Schulen durch die Durchführung keine Kosten.

Während der Vorbereitungsphase einigen sich Schule und Träger auf ein passendes pädagogisches Konzept. Außerdem werden die Eckpunkte der Organisation, wie Ansprechpartner, Zeitplanung und Abstimmungstermine festgelegt.
Auch die Information aller am schuleigenen BOP Beteiligten wie Lehrer, Schüler und Eltern fällt in diese Phase.
Potenzialanalyse mit dem geva-testIst dies alles geregelt, geht es in die Umsetzung. Die Anwesenheit der Lehrerinnen und Lehrer an der Potenzialanalyse ist ausdrücklich erwünscht. Der Fokus liegt hierbei nicht auf Bewertung der Schülerinnen und Schüler, sondern darin, diese zu unterstützen.
Dadurch, dass bei der Potenzialanalyse andere als schulische Kompetenzen im Mittelpunkt stehen, haben Lehrer hier die Möglichkeit, ihre Schüler in einer anderen Lernumgebung aus einem anderen als nur dem schulischen Blickwinkel zu sehen. Oftmals Anlass für manche Überraschung!
Auch an den Werkstatttagen kann eine Anwesenheit der Lehrer sinnvoll sein - so können Sie das Erlebnis mit den Schülern teilen und in die weitere Begleitung einbeziehen.

Die Nachbereitung dient dazu, mit den Schülerinnen und Schülern in Feedbackgesprächen die Ergebnisse zu reflektieren und wertvolle Erkenntnisse für die weitere Berufsorientierung zu gewinnen. Feedbackgespräche finden im Nachgang zur Potenzialanalyse und teilweise auch zu den Werkstatttagen statt. Auch hier ist die Anwesenheit der Lehrer ausdrücklich erwünscht, z.B. als Impulsgeber für weitere Schritte in der Berufsorientierung, z.B. Praktika.
 

BOP in der SEK I – für alle Schulen ein Gewinn?

Eine gute Idee also – aber ist dieses Programm in der Lage, Schülerinnen und Schüler aller Schulformen gleichermaßen gut auf die Berufswahl vorzubereiten? Natürlich, an Schulen, deren Schüler den Haupt- oder mittleren Abschluss anstreben, ist das BOP ohnehin sehr gut aufgehoben, da diese Schüler höchstwahrscheinlich eine Berufsausbildung in Betracht ziehen.
Sie können passend dazu ihre dahingehenden Interessen in der Potenzialanalyse erkunden und in den Werkstatttagen interessante Berufsfelder erproben.
Aber wie sieht das für die Schülerinnen und Schüler an Gymnasien aus? Für diese kommt nach dem Abitur mit hoher Wahrscheinlichkeit eine akademische Ausbildung in Frage, daher rangiert eine Berufsausbildung für Schüler dieser Schulform möglicherweise zunächst eher unter „ferner liefen“. Liefern hier also Potentialanalyse und Werkstatttage genug Anregung für die Erkundung in Frage kommender Berufe? Das BOP richtet sich zwar erklärtermaßen an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen, aber noch unterstützt es eher bei der Wahl einer geeigneten Berufsausbildung als eines geeigneten Studiengangs.
 
Unter bestimmten Voraussetzungen kann jedoch auch an Gymnasien ein gewinnbringender Einsatz gelingen: In der SEK I, in der BOP durchgeführt wird, ist bei den Schülerinnen und Schülern noch vieles offen:
Einige Schüler auf dem Gymnasium fühlen sich vom dortigen Lehrstoff und Lerntempo überfordert und wechseln irgendwann auf eine andere Schulform oder verlassen das Gymnasium vor dem Abitur. In diesem Fall haben die Schüler dann bei entsprechenden Noten immerhin den Haupt- oder Realschulabschluss in der Tasche und können mit den durch das BOP vermittelten Anregungen in die Berufswahl starten.
Und: Je nach Bundesland gibt es einen mehr oder weniger großen Anteil von Abiturienten, die nicht studieren möchten. Bundesweit waren das in den letzten Jahren immerhin gut ein Viertel aller Abiturienten. Diese können dann die durch das BOP vermittelten Erfahrungen und Berufsfelder in ihre Entscheidung einbeziehen.
Aber auch für Gymnasiasten, die von Vorherein bereits ein Studium im Blick haben,  kann es eine interessante und lehrreiche Erfahrung sein, sich einmal ganz konkret und anschaulich mit der Berufswahl auseinanderzusetzen. Denn auch hinter den durch die Potenzialanalyse eruierten Berufsfeldern können sich interessante Studiengänge verbergen.
 

geva-Verfahren wichtiger Bestandteil der Potenzialanalyse

Das geva-test® System Talente-Check ist bereits in über 100.000 Potenzialanalysen eingesetzt worden und Teil des BMBF-gelisteten Verfahrens Peakus unseres Kooperationspartners IfBk aus Münster. Durch seine strukturierte und zeiteffiziente Durchführung gliedert er sich ideal in den Zeitrahmen der Potenzialanalyse ein und liefert wertvolle Erkenntnisse zu den Interessen, Schlüsselqualifikationen und Berufsfeldern der Schüler. Es gibt ihn in zwei Varianten: Talente-Check A für Gymnasiasten und Talente-Check B für Real- und Hauptschüler, jeweils wahlweise mit oder ohne Aufgabenteil.

Haben wir Sie neugierig gemacht? Gerne informieren wir Sie auf Wunsch weiter.

 

Zum geva-test® System Talente-Check

 
 
 
Das geva-institut ist ein psychologisches Beratungsinstitut für Personal- und Organisationsdiagnostik. Der geva-test® steht als Synonym für wissenschatlich fundierte und praxisrelevante Eignungsdiagnostik. geva-Mitarbeiterbefragungen sowie 360-Grad-Feedback nutzen namhafte Unternehmen, um ihre strategischen Ziele zu erreichen.

 

Um diese Informationen leicht lesbar zu halten, verwenden wir im Text häufig nur die männliche Form. Natürlich möchten wir damit alle Menschen gleichermaßen ansprechen.

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