Digitalpakt Schule: Was bringts?

Es sieht so aus, als ob der Umsetzung des Digitalpakts Schule nun nichts mehr im Wege steht und die dazu notwendige Grundgesetz-Änderung verabschiedet werden kann. Dann stehen den Schulen bis zu fünf Milliarden Euro für eine bessere „digitale Bildungsinfrastruktur“ zur Verfügung.
Aber wird dieses Angebot auch genutzt werden?
Auf der diesjährigen Didacta, Europas größter Bildungsmesse, konnte man darüber ins Zweifeln kommen: Trotz eines umfangreichen Angebots an digitalen Unterrichtsmedien interessierten sich die meisten Lehrer mehr für die altbekannten gedruckten Unterrichtsmaterialien.

 
 

Ein gewinnbringender Einsatz unter zusätzlichen Voraussetzungen

Woher kommt so viel Zurückhaltung? Sehen die Lehrer nicht die Vorzüge der Digitalisierung für ihre Schulen?
Es gibt natürlich Bedenken, dass Schüler durch einen Schwerpunkt auf dem Umgang mit digitalen Medien den Bezug zu „analog“ Geschriebenem und Gedrucktem verlieren und möglicherweise nicht mehr richtig mit der Hand schreiben lernen. Diesen Bedenken könnte man durch einen klugen und maßvollen Einsatz von digitalen Medien den Boden entziehen.
Einige Hinweise deuten allerdings darauf hin, dass Lehrer der Digitalisierung eigentlich positiv gegenüber stehen, aber die Voraussetzungen für einen gewinnbringenden Einsatz digitaler Medien Digitalisierung an der Schule noch nicht als gegeben ansehen.

In diesem Zusammenhang werden immer wieder Probleme wie eine schlechte Ausstattung durch digitale Geräte oder ein zu „langsamer“ Anschluss an das Internet  genannt. Diese Hindernisse können durch die Fördermittel des Digitalpakts beseitigt werden. Für andere Probleme bieten Staat und Länder bisher noch keine Lösung, zumindest in den Augen vieler Lehrer.  


Laut einem Artikel in Spiegel Online  ist eine wesentliche Ursache für den mangelnden Zuspruch seitens vieler Lehrer die schlechte personelle Ausstattung an Schulen: Technische Geräte wollen gewartet und administriert werden. Dies bedeutet freiwillige Zusatzarbeit für Lehrer, die diese Aufgaben oft genug in ihrer Freizeit übernehmen müssen. Ob sich daran durch das Inkrafttreten des Digitalpakts etwas ändern wird, ist unsicher – von einer Förderung für zusätzliches Personal ist hier zumindest nicht die Rede.

Auch scheint die momentan auf dem Markt vorhandene Lernsoftware noch keinen entscheidenden Vorteil gegenüber Büchern zu liefern – zu oft bieten die digitalen Werke schlicht dieselben Funktionen wie ihre gedruckten Pendants - ohne direkte Vorzüge wie z.B. interaktive Übungen, aber mit dem Nachteil, für die Nutzung von Computern abhängig zu sein – die allzu oft ihre Tücken haben – lange Ladezeiten zum Beispiel.

Interesse an technischen Neuerungen und die Motivation, diese einzusetzen, entwickeln sich, wenn man sich von der Veränderung eine Verbesserung erwartet - dies gilt auch für neue Unterrichtsmedien.
Wie es scheint, kann diesbezüglich auf verschiedenen Seiten noch einiges getan werden.
Der Digitalpakt kann ein erster Schritt dahin sein – wenn auf dieser Grundlage und den gemachten Erfahrungen weiter aufgebaut wird.

Die gute Nachricht für alle Schulen, die, aus welchen Gründen auch immer, die Arbeit mit analogen Medien noch nicht ganz aufgeben möchten: Die geva-tests® Studium & Beruf und Ausbildung & Beruf gibt es auch in Print!
Zu geva-test® an Schulen

Zum Artikel auf Spiegel Online

Das geva-institut ist ein psychologisches Beratungsinstitut für Personal- und Organisationsdiagnostik. Der geva-test® steht als Synonym für wissenschatlich fundierte und praxisrelevante Eignungsdiagnostik. geva-Mitarbeiterbefragungen sowie 360-Grad-Feedback nutzen namhafte Unternehmen, um ihre strategischen Ziele zu erreichen.

 

Um diese Informationen leicht lesbar zu halten, verwenden wir im Text häufig nur die männliche Form. Natürlich möchten wir damit alle Menschen gleichermaßen ansprechen.

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