Zentralabitur für digitale Fertigkeiten: Der PC-Führerschein wird international

Zu Hause vor dem Computer, unterwegs am Smartphone: Angehörige der „Generation Z“ trifft man selten ohne digitale Geräte an. Sie beherrschen die Techniken der Digitalisierung im Schlaf und werden deshalb auch „Digital Natives“ genannt. Zu Recht?
Leider nicht ganz. Die meisten jungen Menschen haben tatsächlich umfangreiche Anwenderkenntnisse - diese beziehen sich jedoch vornehmlich auf die Nutzung der digitalen Geräte in der Freizeit. Sie helfen wenig, wenn man am Arbeitsplatz z.B. eine Powerpoint-Präsentation erstellen oder eine Excel-Tabelle bearbeiten muss.
Woran liegt das und wie kann dem abgeholfen werden?
Welche digitalen Grundkenntnisse brauchen Heranwachsende sowie Beschäftigte in der heutigen Welt und welche haben sie bereits?
Was muss für die Aus- und Weiterbildung beachtet werden und welche Auswirkungen hat das für Schulen und Unternehmen?
Diese entscheidenden Fragen wurden im Oktober 2019 in Bonn bei der Auftaktveranstaltung zum internationalen PC-Führerschein, ICDL Workforce“ diskutiert.

 
 
 
 
Der internationale Computerführerschein ICDL - auch für Schulen ein Gewinn
„Den Jugendlichen fehlt eine gewisse Struktur, die es ihnen ermöglicht, mit den neuen digitalen Technologien professionell umzugehen“, so Professor Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung.

Bei den Ausbildern anfangen

Einer der Gründe, warum Jugendliche und junge Erwachsene oft nicht ausreichend mit digitalen Grundkenntnissen ins Berufsleben starten, ist bei den Unterrichtenden an Schulen und Unternehmen zu suchen, denen selbst Erfahrungswerte im Bereich der Digitalisierung fehlen, so  Dr. Regina Flake vom Institut der Deutschen Wirtschaft. Eine Aussage, die BIBB-Präsident Esser nur unterstützen kann: „Wir müssen Lehrerinnen und Lehrer, Ausbilderinnen und Ausbilder fortbilden. Mit ihnen steht und fällt der Fortschritt.“

 

Geschlechterunterschiede ausräumen

Professorin Barbara Schwarze, Mitglied des Präsidiums der Initiative D21, wies darauf hin, dass es hinsichtlich der digitalen Kompetenzen es immer noch beträchtliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, das gehe aus dem  Digital Index  der Initiative D21 hervor. Dieser Zustand müsse schnellstmöglich beseitigt werden und das Selbstbewusstsein der Frauen in diesem Bereich gestärkt werden.
„Wir brauchen langfristig einen nicht diskriminierenden Blick bei dem Thema Digitalisierung, wenn wir Fortschritte machen wollen.“

Qualifikation international nachweisbar machen: aus ECDL wird ICDL

In Zeiten der digitalen Vernetzung ist es unerlässlich, IT-Standards international vergleichbar zu machen.
Mit dem PC-Führerschein „ECDL Standard“ gab es ein solches Instrument zur Messung von digitalen Anwenderkenntnissen bereits für den europäischen Raum. Nun war es an der Zeit für eine Anpassung an die internationalen Anforderungen -
genau zu diesem Anlass fand die Veranstaltung in Bonn statt:
Der ECDL wird mit dem neuen Jahr 2020 zu „ICDL Workforce“ („International Certification of Digital Literacy“) - ein Ausbildungsstandard, der heute bereits in über 100 Ländern verankert ist.
„Der ICDL Workforce beinhaltet die wichtigsten digitalen Fähigkeiten, die heute im modernen Arbeitsumfeld unerlässlich sind“, so  DLGI-Geschäftsführer Thomas Michel.

 
ICDL Workforce – so geht’s
Der ICDL erfordert umfangreiche PC-Kenntnisse. Der Lehrplan ist unterteilt in verschiedene Module, deren Schwierigkeitsgrade aufeinander aufbauen
Die Prüfung findet online an einem Testzentrum, das dem Land des Teilnehmers zugeordnet ist, statt.
Es gibt unterschiedliche Schulungsmöglichkeiten, auch für Lehrer:
www.ecdl.de/ecdl-schulungen.html
 
 

Schulen: Mit gutem Beispiel voran

Die Absolvierung des „PC-Führerscheins“ ist an vielen berufsbildenden Schulen bereits Standard.
Weit weniger etabliert ist er bisher allerdings an allgemeinbildenden Schulen –eigentlich schade, kann er doch dabei helfen, jungen Menschen zu zeigen, welche IT-Anwenderkenntnisse an einem Arbeitsplatz erwartet werden und ihnen dadurch einen reibungslosen Start in das Berufsleben ermöglichen.
Einige Gymnasien und Realschulen gehen hier mit gutem Beispiel voran: Sie haben sich als akkreditiertes ECDL-Prüfungszentrum autorisieren lassen. Nun bieten einige Mitglieder des Kollegiums, die die Ausbildung zum zertifizierten ECDL-/ICDL-Trainern absolviert haben, Schülerinnen und Schülern die Ablage des ECDL-Zertifikats an.
Haben Sie Interesse? Weitere Infos erhalten Sie hier https://www.ecdl.de/autorisierungsanfrage-schulen.html

Das geva-institut ist ein psychologisches Beratungsinstitut für Personal- und Organisationsdiagnostik. Der geva-test® steht als Synonym für wissenschatlich fundierte und praxisrelevante Eignungsdiagnostik. geva-Mitarbeiterbefragungen sowie 360-Grad-Feedback nutzen namhafte Unternehmen, um ihre strategischen Ziele zu erreichen.

 

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