geva gefragt! FAQ zum geva-test®

Immer wieder erreichen uns interessante Fragen zu den Auswertungen der geva-tests®. Unser Team beantwortet sie zügig und persönlich. Doch einige Fragen halten wir für so wichtig, dass wir sie gern mit allen Newsletter-Lesern teilen möchten – samt den dazugehörigen Antworten. Gesagt, getan: Hier ist unsere neue FAQ-Serie „geva gefragt“.
 
Die Teilnehmer-Auswertung zum geva-test® enthält ca. 14 konkrete Vorschläge zu passenden Studiengängen und/oder Ausbildungsberufen. Aber wie kommen wir eigentlich zu diesen Vorschlägen?
Wir vergleichen die Vielzahl der Interessen, Begabungen und Schlüsselqualifikationen sowie die Ergebnisse der Teilnehmer aus dem Aufgabenteil mit den Anforderungen unterschiedlicher Berufsfelder (Ausbildungen und Studiengängen). Aus dem entstandenen Gesamtprofil ermitteln wir verschiedene Berufe, deren Anforderungsprofil gut mit Ihren Ergebnissen übereinstimmt. Unsere Berufedatenbank umfasst mehrere Hundert in Deutschland gängige Berufsausbildungen und Studiengänge. Neue Angebote nehmen wir laufend auf. Alle Berufe beurteilen wir regelmäßig nach ihren wichtigsten Anforderungen. Meist ist eine Kombination bestimmter Fähigkeiten, Eigenschaften und Interessen gefragt, damit man einen Beruf erfolgreich ausüben kann.
 
Erster Schritt: Liste der Berufe
Wir recherchieren regelmäßig das Angebot an anerkannten Berufsausbildungen und Studiengängen, erfassen die Zugangsvoraussetzungen und berücksichtigen weitere Informationen wie zum Beispiel die Anzahl der angebotenen Ausbildungs- oder Studienplätze. Zu jeder möglichen Ausbildung recherchieren wir geeignete Weiterbildungsmöglichkeiten. Zu jedem Studium suchen wir nach themenverwandten Ausbildungsberufen.
Regionale Besonderheiten lassen wir unberücksichtigt, denn manchmal kann es sich lohnen, für eine gute Ausbildung oder einen Studienplatz den Wohnort zu wechseln.
 
Zweiter Schritt: Festlegen der Anforderungen
Jeder Beruf stellt ganz spezifische Anforderungen an spätere Berufstätige. Im Vordergrund steht die Berufsmotivation. Für die meisten Berufe sind mehrere Interessengebiete relevant. Meistens sind es ganz bestimmte Kombinationen von Interessen, Fähigkeiten und Begabungen, die für einen Beruf wichtig sind. So sollte man sich zum Beispiel beim Beruf "Automobilkaufmann/-kauffrau“ für Fahrzeuge und deren Technik interessieren. Wichtig sind aber auch Kunden-und Serviceorientierung sowie Organisationstalent und Zuverlässigkeit bei der Arbeit.
Solche Anforderungen sind für alle Ausbildungsberufe und Studiengänge in unserer Datenbank hinterlegt. Die Anforderungsprofile werden regelmäßig von unseren Berufsexperten überarbeitet und aktualisiert. Das ist wichtig, denn die Berufswelt ändert sich laufend. Neue Berufsbilder kommen hinzu, andere verschwinden oder ändern sich.
 
Dritter Schritt: Die Passung
Wir prüfen, wie das individuelle Testergebnis mit den jeweiligen Anforderungen der Berufe harmoniert. Hier werden alle Interessen, Begabungen und Fähigkeiten des Teilnehmers einbezogen, die wir mit dem Testverfahren erheben konnten. Dieser Vergleich ergibt für jeden Beruf einen Passungswert: Wie gut passt das Anforderungsprofil des Berufs zum individuellen Testergebnis? Hierbei bedeutet 0%, dass gar keine Passung vorhanden ist, 100% bedeutet eine vollkommene Übereinstimmung. Wegen der Komplexität der Anforderungen wird man nur selten einen Wert von 100% erreichen, normal sind Ergebnisse um die 70%. Gute Passungen liegen darüber.
 
Vierter Schritt: Auswahl der Berufe
Die passendsten Berufe werden anschließend nach inhaltlichen und formalen Kriterien geprüft. Zum Beispiel: Möchte der Teilnehmer Ausbildungsberufe und Studiengänge gemischt oder jeweils nur Ausbildungsberufe oder nur Studiengänge vorgeschlagen bekommen? Passt der angestrebte Schulabschluss zu der erforderlichen Schulbildung? Es gibt aber auch inhaltliche Ausschlusskriterien: Wer zwar zu 90% das Anforderungsprofil des Polizistenberufs erfüllt, aber auf keinen Fall nachts oder am Wochenende arbeiten will, bekommt diesen Beruf nicht vorgeschlagen.

Wie sollen sich die Teilnehmer beim Ankreuzen im Leistungsteil verhalten, wenn sie die Antwort nicht wissen: Nichts ankreuzen oder raten?
Wenn man in der vorgegebenen Zeit nicht alle Aufgaben schafft, dann könnte man versuchen, die letzten Aufgaben durch schnelles, zufälliges Ankreuzen „mitzunehmen“. Wir empfehlen, dies nicht zu tun – schließlich gilt es, die
Fähigkeit möglichst realistisch zu beurteilen und nicht durch Zufallseffekte zu manipulieren. Dadurch passen die Ergebnisse und ggf. die Berufsvorschläge besser zur Person. Manche Testteilnehmer glauben, sie sammeln durch zufälliges Ankreuzen der "unschaffbaren" Aufgaben zusätzliche Pluspunkte. Sofern es um Tests im Rahmen von Bewerbungen geht, wo man so gut wie möglich
abschneiden möchte, dann stimmt dies oftmals. Wenn der Test allerdings berücksichtigt, wie viele der tatsächlich bearbeiteten (und nicht aller vorhandenen) Aufgaben richtig sind - dann erzielt man mit dem zufälligen Ankreuzen wahrscheinlich einen negativen Effekt.
Da man als Testteilnehmer nicht genau wissen kann, wie der Test ausgewertet wird, empfehlen wir grundsätzlich: Beschreiben Sie sich möglichst realistisch, bearbeiten Sie die Aufgaben, die Sie bearbeiten können. Dann erhalten Sie auch Eignungsempfehlungen bzw. Ausbildungs¬/Arbeitsstellen, die tatsächlich zu Ihnen passen.
 
 
Warum müssen die Leistungsaufgaben in vielen geva-tests® unter Zeitdruck bearbeitet werden?
Unsere Leistungstests sind als Speed-Tests aufgebaut: Man muss nicht nur sorgfältig (und richtig) sondern auch schnell arbeiten, um ein gutes Ergebnis zu erhalten. Die vorgegebene Bearbeitungszeit ist dabei bewusst so gewählt, dass in der zur Verfügung gestellten Zeit nicht alle Aufgaben bewältigt werden können.    Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass in der Praxis - bei Unternehmen und auch an Hochschulen - die Durchführung von Aufnahmetests üblich ist. Durch eine Testteilnahme an einigen geva-tests können Schülerinnen und Schüler "live" erleben, was es bedeutet, unter Zeitdruck aufmerksam und sorgfältig zu arbeiten und sich somit gut auf bevorstehende Aufnahmetests vorbereiten.

Warum haben manchmal die drei ausführlich beschriebenen Top-Berufsvorschläge eine niedrigere Passung als die kurz aufgelisteten Vorschläge, die unter "weitere berufliche Alternativen" in der Auswertung aufgeführt werden?
 
Manchmal erreicht ein Teilnehmer zwar nach vielen Kriterien eine hohe Passung für einen Beruf, hat aber einige entscheidende Fragen, deren positive Einschätzung für die Ausübung des betreffenden Berufs ausschlaggebend ist, negativ beantwortet. In diesem Fall wurde ein sogenannter „Cut Off“ verletzt, d.h. eine der Mindestanforderungen nicht erreicht, die unter anderem für die Sortierung unserer Berufe eine Rolle spielen. Dann sinkt der Beruf in der „Rangliste“ der Vorschläge nach unten, auch wenn man dies der prozentualen Passung nicht ansehen kann. Wenn ein Teilnehmer zum Beispiel angibt, dass er morgens nicht früh aufstehen möchte, verletzt er einen Cut Off für den Bäckerberuf.
Normalerweise sollten für alle Berufe gewisse Mindestanforderungen an Interessen, Begabungen, Schlüsselqualifikationen und Ergebnissen aus dem Aufgabenteil erfüllt werden. Hat sich ein Teilnehmer bei den Selbsteinschätzungen im Test eher wenig zugetraut oder zum Beispiel seine Interessen nicht klar genug hervorgehoben, werden viele „Cut Offs“ wirksam. Es wird also nur wenige Berufe geben, für die alle Mindestanforderungen an Interessen erfüllt sind. In diesem Fall führen wir Berufe bei guter sonstiger Passung auch dann in der Auswertung auf, wenn nicht klar herausgestellt wurde, wie gerne der Teilnehmer mit entsprechenden Fachgebieten beruflich zu tun haben möchten.
 
 
Warum ist der Wunschberuf des Teilnehmers nicht unter den Berufsvorschlägen?
Es kann durchaus passieren, dass ein Teilnehmer in seiner Testauswertung seinen Wunschberuf vermisst. Das kann an mehreren Faktoren liegen. Eventuell passen andere Berufe besser zum Testergebnis als der Traumberuf. Es ist aber auch möglich, dass der Teilnehmer falsche oder ungenügende Vorstellungen vom Inhalt eines Berufs hat. Oder aber, der „Traumberuf“ wurde ihm nicht empfohlen, weil bestimmte Ausschlusskriterien dagegen sprechen, an die er nicht gedacht hat. Dann ist der Wunschberuf möglicherweise einem „Cut-Off-Kriterium“ zum Opfer gefallen (Erläuterung siehe Antwort 1).
Hilfreich ist es in jedem Fall, sich die einzelnen Profile in den Bereichen Interessen, Schlüsselqualifikationen, Begabungen und Leistungen anzusehen. Oft erkennt der Teilnehmer daran selbst, warum ein Beruf eventuell nicht vorgeschlagen wurde, wenn er sich die Anforderungen des Berufs genauer ansieht.
 
Wie kann es sein, dass ein Teilnehmer im Leistungsteil eines geva-tests® schlecht abschneidet, bei schulischen Leistungen aber sehr gute Ergebnisse erzielt?
Es gibt zwar Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Bereichen des Leistungsteils und den Schulnoten in den entsprechenden Fächern, doch wir legen bei unseren Testaufgaben den Schwerpunkt auf berufsrelevante Eigenschaften. Diese decken sich nicht zwangsläufig mit dem im Unterricht behandelten Stoff und damit auch nicht mit den Schulnoten. Beispiel Mathematik: Hier werden insbesondere in den höheren Jahrgangsstufen basale Fähigkeiten, die für bestimmte Berufe wichtig sein können, wie das Kopf- oder Prozentrechnen, gar nicht mehr berücksichtigt. Daher kann die Note hier sehr gut sein, das Testergebnis hingegen schlecht – oder aber umgekehrt.
Die Testergebnisse können natürlich auch von der Tagesform der Schüler beeinflusst werden: Fand die Testung nachmittags nach vollem Unterricht statt? Waren die Teilnehmer müde? War die räumliche Umgebung zu laut oder war die Luft im Raum schlecht? 
 
 
 
Das geva-institut ist ein psychologisches Beratungsinstitut für Personal- und Organisationsdiagnostik. Der geva-test® steht als Synonym für wissenschatlich fundierte und praxisrelevante Eignungsdiagnostik. geva-Mitarbeiterbefragungen sowie 360-Grad-Feedback nutzen namhafte Unternehmen, um ihre strategischen Ziele zu erreichen.

 

Um diese Informationen leicht lesbar zu halten, verwenden wir im Text häufig nur die männliche Form. Natürlich möchten wir damit alle Menschen gleichermaßen ansprechen.

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