Den Vergabemarkt clever im Blick behalten

Jährlich im April veröffentlicht das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Berufsbildungsbericht für das aktuelle Jahr. Zugegeben, der umfangreiche Bericht ist schwer und etwas trocken zu lesen.
Aber: Richtig genutzt, ist er ein wichtiges Nachschlage- und Informationswerk für die Bewerbung um Fördermittel.
Die im Berufsbildungsbericht vorgestellten Maßnahmen und Programme werden teilweise mit ESF-Mitteln kofinanziert. Die Maßnahmen werden an Einrichtungen vergeben, die sich um die entsprechenden Fördergelder bewerben. Sind diese einmal bewilligt, besteht bei ESF-kofinanzierten Maßnahmen Aussicht auf eine mehrjährige Maßnahmendauer.
 
 

Den Berufsbildungsbericht praktisch nutzen

Sie können den Bericht auf zweierlei Arten nutzen:
Einerseits tatsächlich als Nachschlagewerk – welches sind die berufsbildungspolitischen Prioritäten für das aktuelle Jahr? Welche Förderaktivitäten und Programme gibt es in den einzelnen Bildungs-Bereichen? Für alle Maßnahmen gibt es eine Kurzbeschreibung mit den wichtigsten Fakten zu Inhalt, Fördervolumen, Laufzeit und weiteren Informationen.

Sie können den Berufsbildungsbericht aber auch aktiv als Informationsquelle für die Bewerbung um Fördermittel verwenden: In welche fortlaufenden Maßnahmen lohnt sich der Einstieg? Welche Maßnahmen, deren Bewerbungsfrist bereits abgelaufen ist, könnten Sie bei einer eventuellen Fortsetzung interessieren?

 

Und so können Sie dabei vorgehen:

Schritt 1: Maßnahmen aussuchen

Im Kapitel „Aktuelle berufsbildungspolitische Aktivitäten der Bundesregierung“ (im aktuellen Bericht ab S. 100) sind alle aktuell laufenden Programme beschrieben. Bestimmen Sie zunächst, welche Maßnahmen für Ihre Zielgruppe infrage kommen. Für den schnellen Überblick: Eine Tabelle aller Maßnahmen finden Sie ab S. 149.

Schritt 2: Einzelheiten ansehen

Sehen Sie sich die in der Tabelle „Gesamtüberblick“ (S. 149) unter dem bei der Maßnahme stehenden Link die Einzelheiten zum Programm an und nehmen Sie für weitere Fragen Kontakt über die dort genannte Webpage auf. Klären Sie, ob noch Mittel frei sind.

 

 

Unser Tipp

Kurzfristig besonders interessant sind fortlaufende Maßnahmen oder Maßnahmen mit Beginn im nächsten Jahr, z.B.

  • Überbetriebliche berufliche Bildung im Handwerk (ab S. 115): Gefördert werden die Modernisierung bzw. Umstrukturierung von überbetrieblichen Bildungsstätten sowie deren Weiterentwicklung zu Kompetenzzentren
  • Passgenaue Besetzung (ab S. 124): Gefördert werden Beraterinnen und Berater, die KMU bei der Besetzung ihrer offenen Ausbildungsplätze mit geeigneten in- und ausländischen Jugendlichen unterstützen. Bewerbung zum nächsten Jahr möglich
 

Schritt 3: Bewerben!

Sollten noch Fördergelder offen sein: Bewerben Sie sich! Die Durchführung von langfristigen Maßnahmen verschafft Ihnen für einen längeren Zeitraum Planungssicherheit.

Weitere Nachrichten aus dem Berufsbildungsbericht

Die Darstellung der aktuellen Bildungsmaßnahmen der Bundesregierung ist  natürlich nur ein Teilbereich des Berufsbildungsberichts, wenn auch ein für Sie äußerst nützlicher.

 

Hier weitere Erkenntnisse in Kürze:

 

  • Insgesamt ist die Zahl der Ausbildungs-Anfängerinnen und –Anfänger 2018 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Ursache für diesen erfreulichen Tatbestand ist vor allem in der erhöhten Ausbildungsbeteiligung von Menschen mit Fluchthintergrund zu finden.
  • Auch für den aktuellen Bericht gilt: Das Ausbildungsstellen-Angebot hat nicht immer die Nachfrage getroffen: Während ca. 24.500 Bewerberinnen und Bewerber nicht in ihre Wunsch-Ausbildung starten konnten, sind bundesweit ca. 57.700 Ausbildungsstellen unbesetzt geblieben.
    Anlass genug für die Bundesregierung, die Notwendigkeit einer intensiveren Berufsorientierung zu unterstreichen, die auch Alternativen zum Wunschberuf aufzeigen kann.

 

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  •  Übergeordnetes Ziel der Bundesregierung für die kommenden Jahre ist es, die berufliche Bildung zu modernisieren und attraktiver zu machen. Man darf hier also auf interessante Neuerungen gespannt sein.  

(Quelle: Berufsbildungsbericht 2019, Bundesministerium für Bildung und Forschung)

 


Zum Berufsbildungsbericht 2019

 
 
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