BOF-Fördermittel verfügbar– jetzt Antrag stellen

Unbesetzte Ausbildungsstellen und Fachkräftemangel: Diese Lücke auf dem Arbeitsmarkt durch Qualifizierung junger Geflüchteter zu füllen ist eine vielversprechende Möglichkeit. Um ihnen den Übergang in eine Ausbildung zu erleichtern oder überhaupt erst zu ermöglichen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Programm „Berufsorientierung für Flüchtlinge“, kurz „BOF“ genannt, initiiert– das jetzt in die Verlängerung geht: Die Durchführung von BOF-Kursen ist bis Ende 2021 möglich.

 
 
 

Das beinhaltet die Maßnahme

BOF-Fördermittel jetzt beantragen

Das Programm richtet sich an junge, nicht mehr schulpflichtige Geflüchtete und Zugewanderte.
Vor der Zulassung zum BOF-Kurs müssen die potenziellen Teilnehmer ihre Kompetenz für die Vermittlung in eine spätere Ausbildung beweisen: Ausreichende Deutschkenntnisse, schulische Grundkenntnisse sowie personale, soziale und methodische Kompetenzen gehören dazu.

 

Um den Projektverlauf möglichst gewinnbringend zu gestalten, wird jeder Teilnehmende während der gesamten Projektdauer von einem persönlichen Ansprechpartner intensiv begleitet: Seine Aufgaben sind es, den Teilnehmenden Feedback zu ihren Lernerfolgen zu geben und sie an einen Ausbildungsplatz zu vermitteln.

 
Kernstück der Maßnahme sind mehrwöchige Werkstatttage, die den Teilnehmenden einen Einblick in verschiedene Ausbildungsberufe erlauben.
Zu Beginn erhalten die Teilnehmenden eine Einführung in verschiedene Berufsfelder, von denen sie sich während der Werkstatttage bis zu drei Ausbildungen näher ansehen können. Dieser „Berufe-Test“ findet beim Träger statt und dauert neun bis 18 Wochen.
Integriert in die Werkstatttage werden berufsbezogene Sprach- und Fachkenntnisse vermittelt.

Am Ende der Werkstatttage entscheiden sich die Teilnehmenden für einen der getesteten Ausbildungsberufe. Sie wechseln jetzt für die Betriebsphase in einen Ausbildungsbetrieb über und testen die Ausbildung dort für vier bis acht Wochen unter realen Bedingungen.

 
geva-Tipp
Bei der Feststellung der Ausbildungs-Kompetenz und der Auswahl passender Berufe kann Sie der geva-test® Perspektive & Beruf unterstützen:
  • Er identifiziert im Vorfeld für die Ausbildung wichtige Schlüsselqualifikationen der Teilnehmenden
  • Er weist Ausbildungsberufe aus, die aufgrund der im Test abgegebenen Selbsteinschätzung für die einzelnen Teilnehmenden von Interesse sind.
 
Zum geva-test® Perspektive & Beruf für Bildungsträger
 

Das wird von Trägern erwartet

Für eine erfolgreiche Programmdurchführung ist ein hohes Maß an regionaler Vernetzung notwendig, denn den Trägern obliegt auch die Gewinnung von Teilnehmenden und Betrieben, in denen die Betriebsphase stattfinden kann.

Zur Gewinnung von Teilnehmenden ist eine Zusammenarbeit mit Trägern von Integrations- und Sprachkursen, Schulen, Flüchtlingsorganisationen und Akteuren der Berufsvorbereitung/Berufsberatung und Betreuung von Geflüchteten und Zugewanderten einschließlich der KAUSA-Servicestellen vor Ort denkbar.


Damit nach den Werkstatttagen die Vermittlung in passende Ausbildungsbetriebe klappt, sollten Sie mit Betrieben zusammenarbeiten, die den Teilnehmenden einen ausreichenden Einblick in die verschiedenen Tätigkeitsbereiche eines Berufs vermitteln und sie fachlich und sprachlich in vielfältige Arbeitsabläufe einbeziehen können.

 

Quelle: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-2791.html

Antragstellung und Fristen

  • Antragsberechtigt sind Träger von überbetrieblichen oder vergleichbaren Berufsbildungsstätten
  • Anträge können beim BIBB über die Plattform easy-Online gestellt werden
  • Die Antragstellung ist ab sofort möglich. Die Anträge müssen spätestens zwei Monate vor Beginn des geplanten Kurses gestellt werden. Eine Förderung ist nur möglich, wenn die Kurse bis zum 31.12.2021 vollständig beendet sind
  • Die Zuwendungen betragen 350 Euro pro Teilnehmer und Woche, wenn die Maßnahme in Vollzeit durchgeführt wird und 220 Euro bei einer Durchführung in Teilzeit. Zudem können Mittel für bis zu einer halben Personalstelle beantragt werden
  • Die Förderung muss für mindestens eine Gruppe beantragt werden, die aus maximal 12 Teilnehmenden bestehen muss

Quelle https://www.berufsorientierungsprogramm.de/angebote-fuer-fluechtlinge/de/antragstellung-2006.html

 
Best Practice Arbeit mit Geflüchteten
Wer mit Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund arbeitet, weiß: Hier sind Toleranz und interkulturelle Kompetenz gefragt.
Die Mitarbeiter des Placement-Unternehmens biema aus Donaueschingen beweisen  mit ihrem Projekt „Neue Chancen Flüchtlinge“ großes Fingerspitzengefühl im Umgang mit Teilnehmern aus anderen Kulturkreisen. Und der Erfolg gibt ihnen Recht: Die Vermittlungsquote in Unternehmen beträgt mehr als 50 Prozent.
Wir haben mit Melanie O’Reilly gesprochen, die als Karrierecoach und Projektkoordinatorin unter anderem für dieses Projekt verantwortlich ist.
 
 

geva-institut: Frau O'Reilly, an wen richtet sich Ihr Projekt?
O’Reilly: Es richtet sich an Zuwanderer und Flüchtlinge bis 25 Jahre, die an sogenannten VABR-Klassen teilnehmen. So bezeichnen wir in Baden-Württemberg Klassen, die auf den HS-Abschluss vorbereiten. Die Teilnehmer haben Sprachniveau A2 und sind zum Zeitpunkt des Eintritts in die VABR-Klasse seit ca. 1,5 Jahren in Deutschland. Ziel der Maßnahme ist die Vermittlung in einen Praktikums- oder Arbeitsplatz.

Was Ihnen mit einer beeindruckenden Quote von mehr als 50 Prozent gelingt.
Das ist auch der guten Vorbereitung zu verdanken, die die Teilnehmer in der umfassenden Maßnahme erhalten: Neben einer Berufsorientierung, in deren Rahmen auch ein geva-test® zum Einsatz kommt, gibt es auch unkonventionelle Programmpunkte wie „Sprachliche Barrieren durch Motivation und Leistung kompensieren“, die auf die speziellen Schwierigkeiten der Teilnehmer eingehen.

Führen Sie dazu Gruppenarbeiten oder Einzelcoachings durch?
Das Feedback-Gespräch zum geva-test® wird natürlich im Einzelcoaching geführt. Andere Bestandteile der Maßnahme, wie etwa das Zusammenstellen der Bewerbungsmappe, können gut in der Gruppe geübt werden. Wir gehen individuell auf die Teilnehmer ein. Wenn wir bemerken, dass eine kleinere Gruppe oder gar ein Vier-Augen-Gespräch zielführender ist, passen wir unsere Vorgehensweise an.

Am Ende der vielstufigen Maßnahme steht die Vermittlung in einen passenden Praktikumsplatz, aus dem dann bestenfalls ein Ausbildungsverhältnis wird. Wie schaffen Sie es, dass es zwischen Bewerber und Unternehmen passt?
Die Unternehmen nehmen größtenteils bereitwillig geflüchtete Bewerber auf. Dennoch ist Fingerspitzengefühl gefordert. Wichtig ist, dass der Bewerber für das Unternehmen einen Mehrwert darstellt. Das verdeutlichen wir mit dem Ergebnis des geva-tests®, in dem die beruflichen Interessen, Schlüsselqualifikationen und das bevorzugte Arbeitsumfeld übersichtlich aufgezeigt werden. Ich wähle auf Grundlage der Auswertungsdaten passende Unternehmen aus und rufe dort nur an, wenn ich mir sicher bin, dass die Vermittlung für beide Seiten ein Gewinn ist.

Mehr zu biema
 
 
Das geva-institut ist ein psychologisches Beratungsinstitut für Personal- und Organisationsdiagnostik. Der geva-test® steht als Synonym für wissenschatlich fundierte und praxisrelevante Eignungsdiagnostik. geva-Mitarbeiterbefragungen sowie 360-Grad-Feedback nutzen namhafte Unternehmen, um ihre strategischen Ziele zu erreichen.

 

Um diese Informationen leicht lesbar zu halten, verwenden wir im Text häufig nur die männliche Form. Natürlich möchten wir damit alle Menschen gleichermaßen ansprechen.

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